S1 E2: Wer hat Recht?
Shownotes
Worum geht's Wahrnehmungen sind nicht falsch – aber sie sind auch nicht die Wahrheit. Sie beruhen auf Werten, Erfahrungen, Generationenprägung. Und wer einen Konflikt klären will, muss sich bemühen wollen, in das Bild des anderen zu kommen. Diese Folge ist die Werkzeugkiste dafür: vom „diplomatischen Hinterfragen" bis zur Zuhörpyramide, die in sieben Stufen erklärt, warum verstanden noch lange nicht angewendet ist. In dieser Folge:
Wahrnehmung als Schutzfunktion: Welche Werte verteidigen wir gerade? Fünf Generationen im Arbeitsleben – von Babyboomern bis Alphas Die 7-stufige Zuhörpyramide: Gefühlt ≠ gedacht ≠ gesagt ≠ gehört ≠ verstanden ≠ einverstanden ≠ angewendet ≠ beibehalten Sender-Empfänger-Prinzip: Wer trägt die Verantwortung? Transferstärke nach Prof. Axel Koch – warum verstanden nicht angewendet ist Aus einer Currywurst macht man kein Filet: wenn Mitarbeitende nicht mehr mitwachsen können
Über Gaby Peters-Kühlinger Personalberaterin, Trainerin, Mediatorin und Coach. Seit über 30 Jahren in der Führungskräfteentwicklung tätig, als Dozentin und Trainerin für Führungskräfte unterschiedlichster Branchen.
Website: https://crossroads-consulting.online/
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Transkript anzeigen
00:00:00:
00:00:13: Wenn wir über Feedback reden,
00:00:15: kommen
00:00:16: wir nicht darum auch über Wahrnehmung zu reden.
00:00:20: Denn viele wissen einfach auch nicht wie sie sich in eine gute Haltung bringen sollen wenn sie Feedback geben möchten Selbst wenn Sie es lernen, weil sie immer noch davon ausgehen, dass es eine Wahrheit gibt.
00:00:31: Aber so war das doch nicht!
00:00:33: Das war doch so und so... Und deswegen finde ich das so sehr richtig, dass wir über Wahrnehmungen reden.
00:00:39: Wahrnehnungen sind das was wir als wahr für wahr erachten und wahrnehmen.
00:00:44: aber Wahrnehmung fallen ja nicht vom Himmel sondern Wahrnehmen beruhen darauf wie wir aufgewachsen sind welche Standpunkte wir haben welches Menschenbild wir haben
00:00:55: und und und Eisberg
00:00:58: Eisberg.
00:00:59: Und deswegen lass uns jetzt mal über Wahrnehmung reden, warum ist dir das Thema Wahrnehnung im Hinblick auch auf Feedback so wichtig?
00:01:06: Weil du vorhin einen Satz gesagt hast als wir hier gerade mal ganz kurz Pause gemacht haben der da lautet wenn ich etwas klären möchte dann muss sich mich bemühen wollen oder sind wir wieder beim Wollen?
00:01:21: dann muss ich mich bemühen wollen in das Bild meines Gegenüber zu kommen So, und erst dann wenn ich die Bilder übereinanderlegen kann so wie du das vorhin beschrieben hast.
00:01:34: Erst dann wenn die Bilder matchen, so sage ich das immer, erst dann können wir überhaupt eine tragfähige Lösung finden.
00:01:42: Das heißt also, wenn mir jemand wirklich ein Verhalten zeigt mit dem ich so herzlich gar nichts anfangen kann.
00:01:48: Was ich auch überhaupt nicht verstehe dann ist der erste Schritt wie schon gehabt setz dich auf den Stuhl des anderen setzt die Brille auf zieht eine innere Haltung raus hängen sie an die Garderobe macht sich innerlich leer versuche zu spüren und zu verstehen und zu begreifen im wahrsten Sinne des Wortes wie es deinem gegenüber geht und welches Bild er von der Situation hat.
00:02:11: Wenn ich ja als Mediatorin in konfliktiere Situationen gehe, dann frage ich ganz häufig nach Bildern.
00:02:17: Ich frag ganz häufig die konkrete Frage welches Bild haben Sie?
00:02:22: Hast du zu dieser Situation im Kopf?
00:02:25: Beschreib es mir!
00:02:27: Weil ein Bild sagt immer mehr als tausend Worte.
00:02:29: das wissen wir.
00:02:30: und warum brauchen wir ein Bild?
00:02:33: weil das Bild Eisberg ganz tief unten ist.
00:02:37: Das Bild gibt Gefühle wieder, gibt Stimmungen, gibt Antriebe, gibt Wertschätzung wieder oder eben auch nicht Wertschätzung, mangelnde Wertschättung.
00:02:46: also muss ich erstmal das Bild von meinem Gegenüber haben und dann muss ich mir die Frage stellen, matcht das mit meinem Bild?
00:02:53: Und diese Situationen, Janin kennen wir alle, diskutieren leidenschaftlich um ein Thema.
00:02:59: Wir sind auf der Beziehungsebene fein miteinander.
00:03:04: Es wird immer hitziger und immer hitziger.
00:03:06: Und plötzlich habe ich ein Flashback, und ich merke wir reden von zwei völlig unterschiedlichen Dingen.
00:03:13: Wir meinen das gleiche Aber du hast ein ganz anderes Bild oder mein Gegenüber hat Ein ganz anderes bild davon im kopf und höre ich einen wort Ich höre eine nebensatz und plötzlich würde mir klar wir Reden einfach meilenweit aus versehen aneinander vorbei.
00:03:31: Unsere Zuhörer dann kennen vielleicht diesen Comic oder den Kanton, wo auf dem Boden eine Sex gezeichnet ist und der eine vom Kopf windet.
00:03:38: Und der andere vom Fuß engend auf diese Sechs kockt.
00:03:41: Und einer sagt neun und der andere sagt sechs.
00:03:43: Wer von den beiden hat jetzt recht?
00:03:45: Der hier reicht die höhere.
00:03:47: Immer doch!
00:03:48: Aber so streiten wir uns über Wahrnehmungen statt uns darunter... ...über das Darunterliegende zu unterhalten.
00:03:54: Das ist menschlich und verständlich Aber nicht unbedingt zielführend, wenn man in eine lösungsorientierte Kommunikation wieder einsteigen
00:04:01: will.
00:04:02: Ganz genau!
00:04:03: Weil ich darf mir einfach klarmachen solange ich mein Gegenüber in seinem Bild nicht verstehe und nicht begreife und das Bild mir wirklich in den Kopf zaubern kann und Sätze sagen kann, wie wenn ich das mir mit deiner Brille angucke aus deiner Position.
00:04:19: Das kann ich übrigens auch mit meinen Vorgesetzten machen.
00:04:22: Das Thema heißt dann verbessern Sie, verbessert ihr bitte die Zusammenarbeit mit eurem Vorgesetzte.
00:04:27: Weil aus der Brille meines Gegenübers ist das was gerade passiert ist ein Zweifel.
00:04:32: völlig logisch völlig plausibel, völlig in Ordnung oder eben genau das Gegenteil.
00:04:38: Eine große Katastrophe und ich verstehe überhaupt nicht warum der die dasjenige sich so aufregt.
00:04:44: Und deswegen ist es wichtig erst mal in Ruhe das Bild zu klären dass es Punkt eins, Punkt zwei ist.
00:04:49: wir haben zurzeit fünf Generationen im Arbeitsleben am Start vom Baby Boomer zum Zettler und jetzt in diesem Jahr, twenty-fünfundzwanzig kommen die Alphas das erste Mal dazu.
00:05:03: Wenn wir lebensgeschichtlich mal aus der Meta-Ebene von oben einen Babyboomer über sein Leben betrachten lassen, dann hat er ein anderes Bild von seinem Arbeitsleben als ein Xer, als ein Yner, als Ein Zettler oder als dann ein Alpha.
00:05:19: So und das bedeutet für mich als Führungskraft ob nun mit oder ohne Führungsverantwortung völlig egal dass ich mich nochmal einmal mehr auf den Stuhl des anderen setzen muss um überhaupt zu verstehen, wenn ich da ein Bild habe.
00:05:33: Ich arbeite immer gerne mit einem Kippbild.
00:05:36: Da ist sowas drin wie Leonardo... Da Vinci da ist drin, Don Quixote und Sancho Pansa.
00:05:46: Da sind Maria und Josef drin.
00:05:48: Es sind ganz viele verschiedene Bilder drin.
00:05:50: Und wenn ich das jüngeren Menschen zeige gemixt mit älteren dann kommt sofort im Zweifel auch... Das ist das Selbstbildnis von Salvatore Dali und alle anderen.
00:06:01: die Jüngeren gucken und denken so was hat der denn da gerade geraucht?
00:06:04: oder sie je nachdem?
00:06:07: Wer bitte is Dali?
00:06:08: ja und wenn die Klassenfahrt nie nach Barcelona ging und die das Dalihaus nicht gesehen haben, haben sie kein Bild im Kopf.
00:06:14: Und ich kann nicht mit jemandem einen Konsens auch im Verhalten finden der im limbischen System in der emotionalen Intelligenz keinen Bild dafür abgeben kann dass nicht findet weil er es nicht hat.
00:06:26: so wenn die Parabel von Don Quixote und Sancho Pansa in der Schulbildung nicht mehr verankert ist und keiner weiß Was es damit auf sich hat, aber jeder den Satz kennt das ist ein Kampf gegen Windmühlen.
00:06:39: Dann muss ich mich als verantwortliche Kommunikateuren dann an der Stelle erst einmal ins Erklären bringen und ich darf mir als Führungskraft wirklich Gedanken darüber machen, was für Menschen habe ich hier vor mir von der Altersstruktur her?
00:06:56: Weil das ist ein riesengroßer Unterschied.
00:06:59: Und dann kommt noch hinzu, dass dieses, was du eben sagtest diese Selbstverständlichkeit ja das, was ich sehe, das müssen doch alle anderen auch wahrnehmen und dem is nun mal nicht so.
00:07:09: Das Bilder tatsächlich matchen ist eher Zufall und nicht Mainstream und nicht eine Linie, von der ich ausgehen darf.
00:07:16: So d.h.
00:07:17: also Ich darf eine umgekehrte Geschichte daraus machen.
00:07:23: Ich darf mir klarmachen, das Bild dass ich habe ist garantiert nicht das was du hast also sollte ich in demut mir erstmal dein bild angucken und dann können wir das matchen.
00:07:31: Und dann kann ich an der stelle auch über verhalten sprechen.
00:07:34: weil wenn ich Verhalten verändern will bei Menschen Über Wahrnehmung Wirkung Wunsch über Feedback dann geht das nur in der Form, dass ich wirklich im Eisberg ein Gefühl anspreche.
00:07:49: Und dieses Gefühl bei meinem Gegenüber muss so sein, dass er sich nicht deklassiert fühlt, weil ansonsten wird er sich nie verändern wollen!
00:07:57: Er muss sich sagen können... Ach so meinst du das?
00:08:00: So habe ich das noch nicht gesehen.
00:08:02: Okay, alles klar!
00:08:04: Und dann kann ich ein Bild schaffen von wie ich das Verhalten Wahrnehmung Wirkung Wunsch in Zukunft gerne anders hätte.
00:08:11: und wenn ich möchte dass sich meine mir anvertrauten Menschen mit Salvatore Dali, um mal bei diesem Beispiel zu bleiben beschäftigen.
00:08:20: Dann muss ich wohl erstmal ein bisschen was zum Thema Kunstgeschichte rausholen damit die Menschen überhaupt ein Bild davon haben und nicht einfach davon ausgeht nur weil ich weiß wer das ist, was es bewirkt müssen das alle anderen auch wissen.
00:08:35: Das ist zum Beispiel etwas, was unfassbar viel konflikteres Sprengmaterial in der Kommunikation darstellt.
00:08:43: Es erlebe ich immer wieder dass Menschen einfach glauben nur weil sie denken das ist normal und selbstverständlich Ist es für andere auch normal und Selbstverständlich?
00:08:54: Und da kommt dann auch so ein Punkt rein in der Wahrnehmung.
00:08:57: Ich nenne das immer das Spiel mit dem paradiesischen punkt.
00:09:00: wenn ich etwas für selbstverständliche erachte Ja, es ist selbstverständlich dass ich die beschriebene Tür du kommst beladen an dir aufhalte so Ich lass sie aber ins Schloss fallen weil Ich gerade mit dem Kopf sonst wo bin und ich habe dich gar nicht wahrgenommen.
00:09:16: Ich hab dich gar Nicht gesehen.
00:09:17: in meinem Kosmos findest Du gerade nicht statt?
00:09:19: Ich habe einfach durch dich durchgeguckt Weil ich mit meinen Gedanken ganz woanders war.
00:09:23: dann Ist Es natürlich gut genau wie du gesagt hast über die positive Annahme daran zu gehen und zu sagen Vermutlich hast du das nicht absichtlich gemacht.
00:09:33: Wenn ich dir das dann aber... Spiegel und dir gesagt, und ihr dann sage du hör mal sag mal hast du mich vorhin eigentlich gesehen?
00:09:42: nie wieso?
00:09:43: ja das habe ich gemerkt weil die Wirkung war.
00:09:45: Du hast mir die Tür vor der Nase zugeschlagen.
00:09:48: Ich gehe mal davon aus und du hörst es an meinem Lachen schon dass du das überhaupt nicht absichtlich gemacht hast.
00:09:54: Dann hab' ich ein Gefühl in Dir erzeugt Das nennen wir Betroffenheit.
00:09:58: Dann guckst du mich natürlich an und sagt nein, hab ihn natürlich nicht Und ich weiß das auch, dass du das niemals tun würdest.
00:10:05: Weil ich weiß, dass Du ein freundlicher Mensch bist.
00:10:07: So wenn ich jetzt möchte, dass Tu achtsammer bist dann gehst Du ja in Dein Gefühl rein Wenn Ich Verhalten und verändern Möchte und Dann Kann Ich Sagen Wie Ein Brückenpfeiler Zum anderen Verhalten?
00:10:18: Ich Würde Mir Wünschen Dass Du In Solchen Situationen Etwas Achtsamer Mit Der Tür mit wem Auch Immer Oder Mit Was auch immer umgehst.
00:10:26: so Das heißt also wir sind Bei dem Thema Betroffene zu Beteiligten machen über Wahrnehmung Und dieses Thema Betroffene zu Beteiligten machen, das sagt sich ja so einfach und sagt sich so schnell und ist oft das Papier nicht wert auf dem es steht.
00:10:40: Weil Betroffenheit ist ein Gefühl – und Gefühl muss ich erst mal herstellen!
00:10:44: Wenn derjenige gar nicht weiß dass er mir damit den Letzten nervraubt oder mich jeweils wirklich unglücklich macht oder mich unmächtig fühlen lässt oder hilflos oder im Zweifel einen Sammelsorium aus allem dann muss ich das glaube ich erstmal sagen Aber in der Unschuldsvermutung, in der Haltung.
00:11:02: Ich bin okay und du bist es
00:11:03: auch.".
00:11:05: Und dann kann ich sagen... Ich habe ein Bild von unserer Zusammenarbeit.
00:11:08: Das ist davon geprägt dass sich das Gefühl habe Es ist egal was ich sage.
00:11:13: Es ist nicht in Ordnung.
00:11:15: Stimmt das eigentlich?
00:11:16: Also auch mal eine Frage zu stellen.
00:11:17: Stimmt das eigentlich?
00:11:18: weil es kann ja sein, wenn auch Wahrnehmungen nicht falsch sind.
00:11:21: hinter jeder Wahrnehnung steckt ja ein Gefühl aber es gibt Wahrneemungsfehler Ja und wenn ich zum Beispiel wirklich unter Dampf stehe, dann kann es sein dass ich eine kürzere Zündschnur habe und mein Kopf Informationen anders und schneller verarbeitet als das normalerweise der Fall wäre wenn ich gerade so wie jetzt aus dem Urlaub komme.
00:11:42: Und die Gelassenheit in Person bin also auch das muss ich mir ja zugestehen dass meine Bilder im Zweifel tatsächlich nichts mit den Bildern meines Gegens zu tun haben und mich dann und das finde ich auch immer ganz wichtig nicht ganz so ernst zu nehmen.
00:11:57: Wenn du mir einen Seiten-Dings erlaubst, das eine ist ja wir wissen nicht was wir nicht wissen.
00:12:03: Deswegen ist Fragen eine gute Sache.
00:12:06: Sonst labelt man Menschen und Schubladen sind ja bekanntlich für Socken und nicht für Menschen.
00:12:12: Aber ein anderer Punkt der mir auch immer bei Wahrnehmung wirklich in die Karten spielt ist das Thema der Werte.
00:12:20: Nämlich wenn Konflikte entstehen, werden oft Werte miteinander verhandeln die unern Tastbeischein.
00:12:27: Weil es ... weil ich erlebt habe was passiert wenn der Wert nicht gehalten worden ist.
00:12:34: Also Beispiel Ich bin ein sehr wissenshumoriger Mensch, weil ich in meinem Leben Erfahrung gemacht hab wie schwerwiegend fehlerreich das sein kann, wenn Menschen eben nur mit gefährlichem Halbwissen rumlaufen.
00:12:47: Wenn ich in die Überaktion von Wissen gehe dann bin ich ein Klugscheißer und dazu sagen eben genau zu wissen welchen Wert ich wie bespielen muss.
00:12:57: um auch wieder in Entspannung reinzukommen ist bei der Wahrnehmung genau dass, wenn ich Stahlfest behaupte das ist so ist es meistens, weil ich irgendein Wert auch noch ganz doll verteidigen will.
00:13:10: Weil wenn das anders wäre dann wäre es ja ganz furchtbar.
00:13:13: und auch dass im Hinterkopf zu haben Wahrnehmung beruht eben genau darauf, dass wir etwas versuchen zu schützen.
00:13:20: Und wenn wir das nicht mehr schützen müssen, weil wir den Spielraum in uns selber haben und diese Reflexion Dann können wir uns eben auch darauf einlassen wie die Wahrnehnung des anderen ist
00:13:30: Genau.
00:13:31: Und in diesem Reflexionsprozess, den du da gerade zum Thema Wahrnehmungen besprochen hast kann ich eine sehr große Gelassenheit entwickeln auch als junger Mensch und nicht mehr einfach klar mache okay Essens hat er das gegenüber, dass vermutlich gar nicht böse gemeint.
00:13:48: Zweitens weiß ich überhaupt nicht auf welchem Gleis der Zug gerade abfährt.
00:13:52: Ich müsste vielleicht mal rüber gehen zum Bahnsteig und mal fragen wo es dann eigentlich hingeht bevor ich mich gleich auf den Schlips getreten fühle Gleich mich ärgere gleich innerlich in Tränen ausbreche gleich gewütend werde oder was auch immer.
00:14:07: wenn ich das mache so wie du's grade beschrieben hast nicht diesen umgang mit mir selber pflege dann kommt sehr schnell, sehr viel Ruhe in Beziehungen hinein.
00:14:17: Und ich kann auch wirklich anfangen.
00:14:20: und das ist ja das nächste Thema.
00:14:21: du sagst schützenswerte Zustände in positive Umdeutungen gehe, dass ich also Wahrnehmungen habe.
00:14:30: Wenn ich das Gefühl habe, ich darf bestimmte Dinge nicht sagen und das nennen wir diplomatisches Hinterfragen, dass sich dann einfach mal ganz freundlich und ehrlich aber auch wirklich interessiert und signalisierend ist... ist Wertschätzung da.
00:14:46: und ich möchte gerne deine Antwort haben zum Thema.
00:14:50: Sag mir mal, was so für dich das Worst Case-Szenario ist?
00:14:55: Sich also auch einmal damit zu beschäftigen, was für meinen Gegenüber wirklich unterirdisch und gruselig ist und kaum vorstellbar und nicht auszuhalten und schon überhaupt nicht aussprechbar ja so und auch da über Bilder zu gehen und sich da eine Klarheit zu verschaffen und zu sagen okay Das ist für mich überhaupt nicht schlimm, weil sehen wir auch später im Riemannkreuz.
00:15:18: Wir an der Stelle einfach in einer Informationsverarbeitung im Gehirn anders aufgestellt sind, weil wir andere Persönlichkeitsstrebungen haben, andere Eigenschaften, andere Learnings aber auch ein anderes Erbgut mitbekommen haben sich da einfach mal ganz in Ruhe mit zu beschäftigen
00:15:35: Und gerade für die unterschiedlichen Generationen.
00:15:38: Wenn ich groß geworden bin, wo mein Mann noch fragen musste und unterschreiben lassen musste, dass sich arbeiten gehen darf... Das ist noch nicht so
00:15:47: lange.
00:15:47: Nein, es ist noch nie!
00:15:48: In der newtonsiebzig.
00:15:50: Ich höre grade was dazu.
00:15:52: So dann habe ich doch andere Werte.
00:15:54: Dann hab' ich doch ein anderes Gebiet das ich verteidigen will.
00:15:58: Und zu fragen warum ist dir das so wichtig?
00:16:01: genau so sehe wie du.
00:16:02: Was
00:16:03: übersehe ich vielleicht, ist halt ein ganz anderes Standing.
00:16:06: und dann kommen wir auch aus diesen Verurteilenden.
00:16:08: die Baby-Boomer haben unsere Erde kaputt gemacht und die anderen wollen nicht arbeiten.
00:16:13: das sind doch Himmelweite Unterschiede
00:16:15: Und es sind nur Klischees?
00:16:18: Nur Menschen brauchen halt...und das ist der Job als Führungskraft.
00:16:23: genauso wenig in Halbsätzen reden
00:16:27: Das gehört aber auch manchmal dazu.
00:16:28: Es passiert mir auch, ich glaube das ist nicht so schlimm.
00:16:31: So und damit sind wir beim nächsten Punkt in der Wahrnehmung genau in der siebenstufigen Zuhörpyramide.
00:16:37: Mein Liebling!
00:16:38: Mein absoluter Liebling.
00:16:39: Ja es ist auch ein toller Favourite weil wenn ich bei jemandem tatsächlich nicht weiter komme also ich arbeite da viel und gerne mit dann stelle ich mir als erstes die Frage das haben wir ja oben in der Spitze in der Pyramide.
00:16:53: gefühlt ist nicht gedacht.
00:16:55: Und gefühlt ist nicht gedacht, das kennen mir alle.
00:16:58: Wir fahren mit dem Auto von A nach B und wir kennen die Strecke nicht mehr oder es ist Gartenzeit jetzt.
00:17:03: Ich komme rein und mein Gegenüber sagt was hast du denn gemacht?
00:17:06: Du blutest ja!
00:17:07: Und ich gucke völlig verständlich los und sage hey wieso?
00:17:10: Ich blute doch nicht, doch am Arm nein, am anderen.
00:17:13: So dann und ich guck das an und denke in dem Moment tut's erst weh, im Moment realisiert mein Gehirn überhaupt erst dass da etwas passiert ist Weil das Unterbewusstsein eine ernst zunehmende Komponente in unserem Verhalten ist.
00:17:28: So, alle Dinge die wir täglich verlegen, alle Dinge wo wir kratzend am Hinterkopf im nächsten Raum stehen und fragen warum bin ich jetzt in diesen Raum gegangen?
00:17:37: Wir kennen den Trick, wir müssen wieder zurückgehen damit das Gehirn den Weg wieder zurückfindet.
00:17:42: das ist alles gefühlt, es nicht gedacht.
00:17:44: Das heißt also wir laufen den ganzen lieben langen tag durch die mal in der stufe gefüheltes nicht gedacht durch die welt und erst dann kommt die zweite stupe nämlich gedacht es nicht gesagt und jetzt wird's interessant.
00:17:56: gefühlte nicht gedacht kann ich als gegenüber manchmal sehen meistens eher nicht Gedacht ist nicht gesagt, kann ich sofort sehen.
00:18:03: Ich kann sofort sehen!
00:18:05: Wenn ich mich auf Menschen konzentriere, wenn sie mir wichtig sind... ...wenn ich in der Interaktion wirklich online geschaltet bin dann sehe ich ob jemand etwas denkt was er mir nicht sagt und wenn ich merke dass es kritisch ist und da zwei Drittel bis drei Viertel der Kommunikation immer noch nonverbal ist halte ich ganz oft an und sage ich habe das Gefühl du oder Sie denken gerade noch auf meinem Satz rum.
00:18:29: Kann ich helfen?
00:18:31: Aber in der Haltung, ich bin okay und ich glaube, ich war gerade zu schnell.
00:18:36: Also ist nämlich die nächste kaiserliche Königsdisziplin sich selber an der Stelle klarzumachen.
00:18:43: bevor Ich mit zwei Fingern auf einen Menschen zeige zeigen drei auf mich.
00:18:47: also fange ich immer erst mal bei mir selber an Und wenn ich merke dass menschen Dinge denken die sie mir nicht sagen muss ich mehr oder sollte ich mehr Wenn ich schlau bin sofort die frage stellen was hat das mit mir zu tun?
00:19:00: Es hat im Zweifel nichts mit mir zu tun.
00:19:02: Das geht auch nicht darum, dass ich mich wichtig mache und in den Mittelpunkt stelle.
00:19:05: es ist nur die Haltungsfrage Kann es sein?
00:19:09: Dass ich gerade so schnell war was übersprungen habe du über was nachdenkst Was du grade nicht verstanden hast?
00:19:17: So wir sind im sender empfänger prinzip.
00:19:19: es ist immer noch so das der sende Verantwortung für die Kommunikation trägt und der Empfänger sie wirklich nur im Ausnahmefall diese Verantwortung hat so.
00:19:32: Und damit fahre ich zumindestens auch sehr, sehr gut weil Menschen mir dann wirklich manchmal sagen ja ich hänge gerade an einem Satz von dir von ihnen Ich denke grade darüber nach dass.
00:19:45: Und dann denke ich, wie wunderbar ist Panama.
00:19:49: Das ist großartig!
00:19:50: Weil ich kann da drauf einsteigen und der Mensch fühlt sich im Eisberg wirklich ernst genommen abgeholt.
00:19:57: Viele verwechseln das mit Schwäche.
00:20:00: Wenn ich den anderen frage und er sagt, er hat mich nicht verstanden.
00:20:05: Dann will ich als Führungskraft nicht schwach erscheinen.
00:20:07: Deswegen frage ich das nicht.
00:20:08: Deswegen ist es auch so ein gängiges... dass ich mir nicht ganz sicher, wenn wie viele dir zustimmen würden.
00:20:14: Dass der Sender die Verantwortung für die Kommunikation trägt.
00:20:19: Am Kopf glaube ich, wir würden das fast alle im Hinblick auf ihre wunderbare Ausbildung, die sie irgendwann mal genossen haben unterschreiben aber in praktischem Doing.
00:20:29: Im Tagesgeschäft sieht es auch aus meiner Sicht sehr häufig ganz anders aus.
00:20:35: Aber auch hier aus Versehen.
00:20:37: also ich erlebe selten Vorsatz Ich erlebe eher, und jetzt sind wir bei der dritten Stufe gesagt es nicht gehört.
00:20:46: Also das Menschen ist einfach normal.
00:20:48: unser Kopf arbeitet.
00:20:50: ich höre nicht alles was man mir sagt weil ich vielleicht gerade einen Gedanken habe dem ich nachgehe weil ich ein Flashback habe weil mich plötzlich einfällt ach du schräg da draußen fängst an zu regnen dass Kellerfenster steht auf.
00:21:04: Das können wir nicht steuern.
00:21:05: Unser Kopf macht manchmal abenteuerliche Sachen mit uns Wenn ich in der Haltung zu mir bin, in der gelassenen Haltung, dass ich okay bin auch wenn ich mal nicht alles perfekt mache.
00:21:18: Weil nobody is perfect ist auch ein alter Satz, der in jedem schlechten Kalendarspruch wiederzufinden ist.
00:21:26: dann kann ich da mit Ruhe umgehen Und dann kann ich mir auch klar machen, dass es Menschen gibt die haben das verstanden.
00:21:35: Ich habe diese Situation ganz oft wenn ich es mit hochgradig brillanten analytisch begabten Menschen zu tun habe.
00:21:41: Ich bin ja eher emotional intelligent unterwegs so dass sie schon verstehen was ich sage aber sind damit überhaupt nicht einverstanden null.
00:21:49: Und jetzt kann ich auf zweierlei Art und Weise reagieren.
00:21:51: Ich kann mich darüber stundenlang aufregen, ich kann das aber auch lassen.
00:21:54: setz mich auf den Stuhl macht mir klar wen habe ich dagegen über.
00:21:57: und dann muss sich eben mit Fakten kommen und nicht mit bunten Beispielen und nicht Mit Geschichten sondern mit Shortcuts wo drin steht eins und eins ist zwei.
00:22:05: und dann sagt er okay hab ich verstanden?
00:22:08: damit bin ich auch einverstanden.
00:22:09: so Einverstanden ist nicht angewendet und angewendete ist nicht beibehalten.
00:22:14: Das ist das, was Führung heute ausmacht und dass es das mit am meisten vernachlässigt wird.
00:22:20: Mitarbeiter brauchen, ob nun disziplinärisch oder nicht disziplinarisch brauchen Leitplanken.
00:22:26: die müssen einfach wissen Die müssen einfach wissen, wie sie sich auf der Autobahn der Arbeit verhalten dürfen.
00:22:35: Und es gibt einfach Mitarbeiter oder Mitarbeitende.
00:22:38: die sind weltmeisterlich darin nachts die Leitplanken abzuschrauben weil in einer Transformation ist einfach bequemer ist andere Ausfahrten zu nehmen.
00:22:46: also muss ich als Führungskraft morgens als allererstes die Schrauben der Leitplanken überprüfen um zu gucken ob der Weg den ich gesetzt habe ob das noch der Weg ist von gestern oder bis heute Nacht ein wundener Werk, plötzlich eine neue Ausfahrt gibt.
00:23:01: Weil Menschen einfach gedacht haben ich habe bin damit zwar einverstanden aber das finde ich doof.
00:23:06: und so weil es macht mir doch mehr Mühe auch nur so und wenn ist dann nicht an oder ich behalte es nicht bei weil ich einfach einen Mensch bin was ich vergessen habe?
00:23:16: Auch dass passiert!
00:23:17: Das ist ja der Grund warum wir Axel Professor Dr.
00:23:22: Axel Koch so feiern mit seiner Transferstärke, weil wenn es doch nur so wäre dass man etwas verstanden hat ist dann auch gleich schon umsetzt und dann auch noch dabei behält, dann wäre ja jedes Firmseminar ein voller Erfolg.
00:23:35: Das stimmt!
00:23:36: Alle werden super
00:23:37: gut entwickelt.
00:23:38: nun lass uns nicht mehr der Realität streiten das ist nicht so.
00:23:41: aber das schon erst mal anzuerkennen wie so der Weg ist bei dem ganzen Das ist doch schon mal recht hilfreich.
00:23:47: Genau und im Summary bedeutet das dann jetzt in der Zuhörpyramide, wenn ich merke, dass zwischen Menschen was schiefläuft – was auch immer es sein mag!
00:23:56: Dann ist diese Zuhöhrpyramida im Grunde genommen die Lupe, die ich drauflegen kann auf das Geschehenes.
00:24:02: und dann stelle ich mir einfach die Frage an welcher Stelle ist mein Counterpart ausgestiegen?
00:24:07: So, und wenn ich plötzlich merke gehört ist nicht verstanden.
00:24:12: Und das ist etwas, dass es eine Besonderheit in der Zuhörpyramide die häufig bitter ist.
00:24:17: Wenn Organisationseinheiten zum Beispiel wachsen und Menschen nicht mitwachsen können oder aber weil man von mir plötzlich astrophysikalische Kenntnisse sich wünscht – und ja schon beschrieben habe, dass ich da raus bin – dann kann es einfach sein, Arbeit nicht mehr gut leisten können, einfach weil und das meine ich immer sehr sehr sehr liebevoll.
00:24:42: Und da jetzt keiner meiner Augen sehen kann betone ich das auch so.
00:24:45: Aber ich kann mal sagen wenn die Masse zwischen den Ohren nicht so richtig führt, das reicht!
00:24:50: Meine Masse zwischen meinen Ohren reicht eben auch nicht für Astrophysik.
00:24:53: So und gehört es nicht verstanden?
00:24:56: Kann dann häufig eine Wendung bekommen von... Das sind Menschen die geben sich wahnsinnig viel Mühe.
00:25:01: du hast vollen vom Können und wollen gesprochen.
00:25:04: Die wollen und wollen, die laufen die extra Meile.
00:25:07: Und noch ne Extra-Meile.
00:25:08: Sie geben sich so viel Mühe.
00:25:10: Und sie kommen einfach nie auf das Ergebnis, was wir letzten Endes von ihnen eigentlich erwarten müssten.
00:25:15: Dann kommt der Mitgliedsfaktor rein.
00:25:17: In vielen Organisationen ist es dann oft so, dass es eine Kultur gibt, die da lautet... Also gerade wenn es deutsche Unternehmen sind ... Der hat jetzt ein ganzes Leben lang für uns gearbeitet.
00:25:36: Sie darf jetzt auch die letzten Jahre noch bei uns bleiben und keiner spricht mit diesen Menschen, und guckt ob sie sich nicht vielleicht doch noch anders entwickeln können.
00:25:44: oder aber sie fangen plötzlich an Aufgaben um Menschen herum zu basteln, die dann so Inklaven in der Organisation bilden und die Wertschätzung für diese Menschen einfach darunter leidet.
00:25:57: Und deswegen ist dieses Gehörtes nicht verstanden, eine ganz wichtige Führungsaufgabe das ich als Führungskraft mir klar machen darf.
00:26:04: Ich bin dafür verantwortlich dass meine Menschen auch mit die wir überantwortet sind in der Entwicklung mitgehen können und auch mit gehen wollen.
00:26:13: also sowohl Intellekt als auch Haltung spielen da eine große Rolle.
00:26:18: Und dann ist im Summary diese Zuhörpyramide ein Supermittel, um zu gucken wo es mein Gegenüber eigentlich ausgestiegen weil ich einen völlig neuen Gesprächseinstieg finde.
00:26:27: Ganz
00:26:29: platt gesagt bei uns hieß das immer aus einer Currywurst macht so kein Filet.
00:26:32: Ja
00:26:34: stimmt.
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