S1 E5: Warum kann ich mit manchen Kollegen einfach nicht?

Shownotes

Worum geht's „Mit dem komme ich einfach nicht klar." Hinter diesem Satz steckt fast immer eine diametrale Konstellation im Riemann-Thomann-Modell. Diese Folge erklärt, warum Menschen sich gegenseitig spiegeln und stören, warum jede Stärke auch eine Schattenseite hat, und wie Führungskräfte gezielt intervenieren können – je nach Heimathafen.

In dieser Folge:

  • Das Riemann-Thomann-Modell: Nähe, Distanz, Wechsel, Dauer
  • Heimathafen vs. Handlungsspielraum – warum es eben keine Schublade ist
  • Die vier Quadranten und ihre Stärken: Ergebnisorientierung, Innovation, Personenorientierung, Verfahrensorientierung
  • Stärken als Schwächen: wenn Kreativität zur Routinekrise wird
  • Konfliktverhalten je nach Heimathafen: vom Vulkanausbruch bis zur Salzsäule
  • Transformation und das Riemann-Kreuz: Was Nähe-, Distanz-, Wechsel- und Dauer-Menschen jeweils brauchen
  • Das Spielfeld-Modell: Positionen im Team wie auf einem Fußballfeld

Über Gaby Peters-Kühlinger Personalberaterin, Trainerin, Mediatorin und Coach. Seit über 30 Jahren in der Führungskräfteentwicklung tätig, als Dozentin und Trainerin für Führungskräfte unterschiedlichster Branchen.

Website: https://crossroads-consulting.online/

Neue Folgen erscheinen staffelweise. Abonnieren lohnt sich, damit du den Start der nächsten Staffel nicht verpasst.

Transkript anzeigen

00:00:00:

00:00:01: Führung und andere Katastrophen.

00:00:04: Ein Podcast zum Reflektieren mit Denken, Nachdenken und Schmunzeln!

00:00:13: Heute im Riemann-Thommann-Modell unterwegs.

00:00:17: Ich bin ja immer der Meinung, Schubladen sind für Socken nicht für Menschen.

00:00:22: Stimmt.

00:00:22: da hast du mir sogar mal ein Bild gemalt das steht bei mir oben im Atelier.

00:00:26: Und nun

00:00:26: kommst du mir mit einem Modell dass Menschen in viele Fälle einteilt.

00:00:30: Warum bist du denn so ein riesen Fan von diesem Modell?

00:00:34: Weil es die Menschen nicht einfach nur in vier Felder einteilt, sondern weil das so herrlich erklärt dass der andere anders ist und wir Menschen ja immer glauben.

00:00:41: Das hat man ja schon bei dem ganzen großen Thema Wahrnehmungen immer glauben, dass so wie sie selber sind alle anderen auch und das stimmt nun mal nicht dass Schubladen für Socken sind.

00:00:53: Da sind wir uns beide einig und es ist nicht dazu da, um irgendwelche Vorurteile zu schüren sondern zu verstehen wo sind meine Stärken?

00:01:01: Wir haben ja jetzt an vielen Stellen schon auch in unserem Gespräch festgestellt das ist eine.

00:01:06: die Fähigkeit zum sich selber bewusst sein braucht.

00:01:09: selbstbewusst zu sein heißt ja nicht unbedingt wie King Currywurst aufzutreten sondern tatsächlich auch wirklich zu wissen wann kann ich mich wie verhalten, dass ich ein situationsadäquates Verhalten so wie wir das ja mal nennen an den Tag legen kann.

00:01:26: Und dafür ist der Spiel zwischen Nähe und Distanz also zu wissen, wie viele Näheanteile spiele ich normalerweise in meinem Leben und spiele auch gerne und kommen auch spontan?

00:01:38: Wie viel Distanzanteile habe ich an dieser Stelle um zu wissen... Ist es jetzt besser mich zurückzunehmen oder ist es jetzt tatsächlich in die Situation mit Nähe hinein zu gehen.

00:01:51: Das ist nicht ganz unerheblich, wenn ich das weiß, weil es heißt dass ich mich da an der Stelle reflektiert habe.

00:01:57: Das Gleiche gilt natürlich auch für das Spiel zwischen Wechsel und Dauer.

00:02:02: Entschuldigung so sich einfach klarzumachen Natürlich meine Routinen, also wenn ich jetzt mal bei mir bleibe.

00:02:10: Ich bin ja jemand der sehr hochgradig mit Wechseltendenzen ausgestattet ist und du ja auch.

00:02:15: Wir sind ja beide haben wir ja auch eine künstlerische Ader zu wissen wann es ist jetzt mal tatsächlich gut mit den Füßen auf dem Boden zu bleiben und Ordnung zu halten und die dritte Stelle hinterm Komma im Gesichtsfeld zu behalten oder wann kann ich einfach auch mal die Leine locker lassen und kann kreativ werden, um da in einer Situation vielleicht eine neue Wendung zu geben.

00:02:40: Also vor dem Hintergrund ist der Handlungsspielraum im Riemannkreuz das eigentlich Entscheidende und nicht die vier Felder.

00:02:47: Wenn ich es nur in den vier Feldern betrachte bin ich jetzt Schubladen.

00:02:50: Das ist völlig recht!

00:02:51: Naja, es ist vielleicht auch so ein bisschen zu sehen wie eine Bedienungsanleitung zum

00:02:55: einen.

00:02:55: Ja ich

00:02:56: liebe

00:02:56: deine Bedienung Anleitungen!

00:02:58: Für mich und für mein Gegenüber ne?

00:03:00: Wir haben für jedes Gerät in unserem Haushalt eine bedienungs- anleitung und für den Menschen der uns gegenüber sitzt nicht und wir erwarten dass wir wissen wie das funktioniert.

00:03:12: und deswegen hilft es manchmal Modelle auch zu haben die Dinge besprechbar machen Verhalten besprech bar machen um es eben wegzunehmen von der individuellen Ebene hinauf ein, wenn du das und das hast dann brauchst du das.

00:03:26: Eine Waschmaschine ist genauso wertvoll wie ein Geschirrspüler weil es schätze ich sehr haben halt unterschiedliche Nutzungsbedingungen.

00:03:35: Und auch unterschiedliche Programme.

00:03:37: Ja

00:03:38: also geschöner Wasch Maschine ist jetzt nicht so schön.

00:03:40: Tausenteilepursel?

00:03:42: Genau tausenteile Pursel!

00:03:44: Als Führungskraft ist es schon durchaus wichtig zu wissen welchen Heimathafen habe Und es ist auch durchaus wichtig zu wissen, an welcher Stelle fängt Führung an.

00:03:53: Und Führungen hat eben ganz viel mit Strategie zu tun und damit sind wir zwischen Distanz-und Wechsel unterwegs.

00:03:59: Die Distanz hat die Leistungs- oder Ergebnisorientierung der Wechsel hat die Innovationsorientierung.

00:04:05: als Führungskraft brauche ich beides.

00:04:07: Ich brauche die Innovationalfähigkeit mehr denn je in der heutigen Zeit und gleichzeitig muss sich natürlich auch meine Ergebnisse im Griff behalten.

00:04:14: genauso gut muss ich aber auch Nähe aufbauen können dann rüber marschieren, von Distanz und Wechsel auf Wechsel und Nähe.

00:04:22: Und muss ein Vertrauensverhältnis zum Beispiel Mitarbeitenden aufbauen.

00:04:27: Darüber haben wir ja im letzten Teil schon gesprochen.

00:04:30: und auch zu wissen wann ist was situationsadäquat dran?

00:04:35: Das berücksichtigen viele Führungskräfte häufig nicht genügend und schauen sich auch nicht an, auf welchem Ohr die Menschen hören.

00:04:43: weil man kann ja die vier Ansichten einer Nachricht durchaus auch in die Nähe des Riemann-Thommernkreuzes bringen, den man sich einfach klar macht.

00:04:52: Dass Menschen mit hohen Nähanteilen an einer hohen Personenorientierung vermutlich schon noch sehr gerne auf der Beziehungsorientierungsebene eine Botschaft gesendet bekommen oder selber auch Botschaften senden und dass Menschen, die in einer Verfahrensorientierung unterwegs sind, vermutlich gerne sich mit Zahlen, Daten und Fakten beschäftigen weil sie einfach Sicherheit geben und einen Distanzler dem es immer nicht schnell genug gehen kann vermutlich auch ganz gut mit Appellen umgehen kann.

00:05:21: und der Wechselmensch, der gerne auch mal von sich was erzählt ohne dabei sich immer ständig in den Mittelpunkt stellen zu müssen.

00:05:27: Sondern er steht dann einfach auch gerne im Mittelpunkt weil etwas zu erzählen hat dann einfach seine Ich-Botschaften los wird.

00:05:34: Und je mehr Klarheit ich darüber habe und je mehr ich einfach weiß, was der andere von mir braucht, umso klarer kann ich letzten Endes dann auch die Gespräche da darauf abstellen und schauen, auf welcher Art und Weise das Sender-Umpfängerprinzip dann wirklich auch am besten praktiziert werden kann.

00:05:56: Das ist ja immer eine adressatengerichte Sprache,

00:05:58: die eben

00:05:59: einfach relevant ist weil wie du vorhin schon vorhin es gut in der letzten Podcast Folge gesagt hast wollen wir ja wenn wir kommunizieren immer was damit bewirken.

00:06:11: Und das Beste ist, dass wenn unser Gegenüber Chinesisch spricht wir ihn mit Chinesisches ansprechen und nicht mit Russisch oder Papornorgenia.

00:06:20: Ich weiß gar nicht was die da überhaupt sprechen.

00:06:22: Egal ihr kriegt den Punkt!

00:06:26: Lass mich da noch mal einhaken.

00:06:27: Du hast gerade gesagt, dass die Menschen oder du hast unterstellt und das finde ich schön, dass du das unterstellst nur ist es leider nicht so oft so Dass die Menschen wissen warum sie kommunizieren.

00:06:39: also Ich kenne viele Menschen die kommunizierend einfach um das kommuniziren willens.

00:06:43: wenn ich mich dann anschließend frage was Ist jetzt eigentlich anders als es vorher war Dann heißt die Antwort nichts.

00:06:52: Ja gibt's auch

00:06:56: Gibt es schon, spätestens nach einem Schweigere-Retreat merkt man wie viele Menschen sprechen.

00:07:01: Die Frage ist her?

00:07:03: Du hast jetzt auf ein paar positive Aspekte der jeweiligen Bestrebung angespielt... Ist eine Stärke immer auch ein Stärk oder kann sie vielleicht auch ein Schwächer sein und umgekehrt?

00:07:22: Das kommt auf die Situation an.

00:07:23: das würde ich so pauschalte nicht über einen Kamm scheren wollen.

00:07:27: Also grundsätzlich kann eine Stärke durchaus auch in einer Situation eine Schwäche werden, wobei mir gerade kein Beispiel einfällt, hast du eins?

00:07:35: Ja, ich denke zum Beispiel an die Wechselmenschen, die vielleicht sehr innovativ sind.

00:07:40: Aber denen das manchmal schwerfällt, Routineaufgaben dann länger...

00:07:45: Darauf willst du hinaus?

00:07:46: Darauf wollte ich hinaus.

00:07:47: Alles klar!

00:07:48: Das war

00:07:48: jetzt nicht so adressatengericht.

00:07:50: Ich brauche eine Brücke.

00:07:53: Das ist alles völlig in Ordnung.

00:07:54: Nein, das ist richtig Das ist das Spiel mit Licht und Schatten zwischen den einzelnen Komponenten.

00:08:01: Und das ist eben auch die Frage, wie hoch ist mein Reflexionsgrad?

00:08:05: Wie sehr weiß ich auch darum, wie ich wirke ... Ich bleib mal bei mir, dass ich zum Beispiel von Haus aus nicht der ordentlichste Mensch bin, aber ich bin der ordentlichste Mensch dieser Welt geworden.

00:08:18: zu mir.

00:08:19: Du kennst was kann man immer kommen, es sieht immer aus wie ein schöner Wohnen.

00:08:22: Deswegen

00:08:22: hab ich gerade ... Okay.

00:08:27: Nein, weil ich es lernen musste.

00:08:30: Weil das erzähle ich ja auch ab und zu mal ... ... jüngeren Jahren im Berufsleben eine Situation gegeben hat, wo ich als Key-Speaker bei einer großen Veranstaltung eingeladen war.

00:08:43: Und alle waren da nur ich nicht, weil ich die Einladung verbummelt hatte.

00:08:46: Danach habe ich dann erst einmal und das ist damals durch den ganzen Konzern gegangen... Da hab' ich mich wirklich zum Gespött der Leute gemacht!

00:08:55: Das war

00:08:55: dann auf fünfzehn Jahre später noch Thema so ungefähr.

00:08:59: Das ist mir tatsächlich fünfzehnt Jahre später, da war schon lange nicht mehr in dem Unternehmen.

00:09:03: hinterher gelaufen.

00:09:04: und das einzige was ich gemacht habe, ich hab aus der Not eine Tugend gemacht.

00:09:08: Ich hab damals bei dem Zeitparts Papst Lothar Seiber den kennen die älteren noch, die jüngeren kennen den gar nicht mehr habe ich damals erst mal einen Trainerschein für Arbeitstechnik und Zeitmanagement gemacht, gesagt das passiert mir nie wieder.

00:09:20: Und dass es mir so in die DNA übergegangen ist, dass sich gar nicht mehr anders kann als ordentlich zu sein.

00:09:26: Es sei denn?

00:09:28: Ich muss es überhaupt nicht!

00:09:29: Das passiert mir manchmal noch wenn ich unterwegs bin zum Beispiel, dass ich nicht unbedingt einsehe, dass immer alles ordentlich aufhänge was ich zu Hause tun würde.

00:09:41: Also da gibt es schon durchaus noch Unterschiede.

00:09:43: Ich weiß um meine Neigung durchaus ein kreatives Chaos zu verbreiten, ich weiß aber auch dass sich das nicht aushalten kann wenn ich das dann sehe in meinen eigenen vier Wänden oder im Arbeitsbereich.

00:09:53: und deswegen sieht mein Atelier immer so ordentlich aus.

00:09:56: Und liebe Hörer, wenn ihr uns schon länger folgt wisst ihr jetzt wie der Kühlschrank den Autoschlüssel von Gabi beherbergt hat.

00:10:07: Ok kommen wir zurück zu den wesentlichen Persönlichkeitsbestrebungen.

00:10:12: Was denkst du, sollten unsere Hörer noch wissen was zu dem Modell relevant ist?

00:10:18: Also relevant ist dass ich mir klar mache das wenn es Probleme gibt mit Menschen.

00:10:23: also wenn ich so denke warum komme ich eigentlich mit diesem oder jenem Menschen nicht klar und ich den verorte.

00:10:29: Also eben einen Heimathafenzuweise einfach mal sind mir Gedanken darüber zu machen ob es sein kann dass der mehr Diametral gegenüber steht weil meine Stärken sind ja dann im Gegenüber die Schwächen meines Gegenübers.

00:10:44: Es gibt Menschen, die mögen sich ihre Schwächen nicht anschauen reagieren da drauf.

00:10:48: oder aber ich merke Ich schaue auf jemanden und der kann etwas worum ich ihn vielleicht innerlich glühend beneide weil ich das einfach nicht kann Und vielleicht aus dem Grunde nicht ganz so freundlich reagiere wie ich dass eigentlich tun könnte.

00:11:03: und in dem Moment wo ich mir das klar mache wird mir Ja auch klar deswegen finde ich ist das immer ein besser verstehen Modell dass ich sage, okay.

00:11:12: Ich reagiere auf diesen Menschen weil er kann einfach was, was ich nicht kann.

00:11:15: und das ist ja am Ende überhaupt nicht tragisch sondern gut wir wollen ja Synergieeffekte schaffen Und vor dem Hintergrund ist das Riemannkreuz eine große Hilfe.

00:11:24: Dass wenn ich merke, dass es atmosphärische Störungen gibt Wenn ich merken die Beziehungsebene leidet ein bisschen wenn ich auch merke Arbeitsergebnisse sind irgendwie noch nicht da wo sie hingehören Das ich mir dann klar mache.

00:11:40: Kann das vielleicht damit zusammenhängen, dass der oder diejenige sich genau diametral mehr gegenüber verhält und aus dem Grunde nicht richtig klappt?

00:11:48: Und dann hilft es.

00:11:49: Das machen wir noch mal in einem gesonderten Podcast ein gutes und qualifiziertes Gespräch zu führen.

00:11:58: Alle, die dich nicht nur leider Kompetenz haben – es gibt auch eine Folie von der erzähle ich euch kurz diese vier Bestrebungen auch aufgezeichnet hat, aber wo das ein bisschen mehr aussieht wie ein Spielfeld in einem Fußballfeld.

00:12:13: Und genauso wie es im Fußball unterschiedliche Positionen gibt wie Stürmer, Verteidiger und jetzt habt ihr mich, ich bin eben nicht der Fußballprofi, gibt es auch Positionen in einem Team die gerne bedient werden sollen damit dass Spiel reibungslos funktioniert.

00:12:32: Es ist ja manchmal schwierig bei diversen Teams.

00:12:34: Wir haben natürlich die Menschen oft am liebsten, die uns am nächsten stehen und die wir am besten nachvollziehen können und verstehen wo Kommunikation scheinbar schwere losgeht.

00:12:44: aber warum bist du trotzdem ein Fan davon den Menschen dieses Spielfeld zu zeigen wenn es um Teamentwicklung geht?

00:12:51: Um einfach deutlich zu machen dass jeder nach seinen Stärken und Schwächen sehr gut einsetzbar ist und zwar nicht nach Sachaufgaben sondern tatsächlich um einen team zusammenzuschweißen, wenn wir zum Beispiel die Aufgabe des Qualitätssicherers nehmen in Distanz und Dauer.

00:13:07: Dann ist es gut jemandem zu haben der im Zweifel auch mal mit einem erhobenen Zeigefinger daherkommt Einmischt in ein Spiel und sagt ihr macht gerade den dritten Schritt vor dem zweiten.

00:13:18: Und damit die Qualität sichert oder der Systematiker, der sich dann mit einklingt und sagt genau das wollte ich auch sagen.

00:13:24: Ich wollte auch sagen wir machen hier den Dritten vor dem Zweiten Schritt und Die beiden dann dafür sorgen.

00:13:30: letzten Endes und es kann auch in einer Person Unison sein Dafür sorgen dass da wieder Ruhe und Ordnung in einen Prozess eintritt weil vielleicht ein paar Ideen Geber und Aktivierer die Bälle wild durch die Gegend geschossen haben und dabei auch noch viel Spaß hatten.

00:13:45: Das passiert ja auch, arbeiten darf auch Spaß machen aber dabei ihr völlig übersehen haben dass die Systematik verloren gegangen ist Und so hat jeder seine Position.

00:13:55: Wir freuen uns über jeden der die Geburtstagsliste führt als Teamworker oder als Zuverlässiger der dafür sorgt das Menschen an ihrem besonderen Tag im Jahr dann tatsächlich auch eine Aufmerksamkeit erfahren.

00:14:10: Es gibt andere, die sagen also gut dass es diese Menschen gibt weil mir ist das gar nicht so wichtig aber trotzdem ist es ja wichtig, dass es passiert und ich muss mich nicht drum kümmern bei mir würde es schwer fallen.

00:14:23: Das sind vielleicht unter Umständen die Gestalter ohne dass wir das jetzt sehr fest positionieren müssen.

00:14:29: Ich kann alle Rollen auch sehr variabelt spielen Aber es ist schon gut zu wissen, wer im Team in welcher Position dafür sorgt dass die Stimmung gut ist und das die Ergebnisse gut sind.

00:14:39: Und in einer guten Stimmung ein gutes Ergebnis zu erzeugen bedeutet einfach sich dann auch mit einem Team synergetisch zu bewegen.

00:14:51: Macht es in dieser Folge Sinn oder wollen wir noch eine Folge aufnehmen, wo wir uns mal nochmal mit den Risiken und Nebenwirkungen.

00:14:57: Und vor allen Dingen mit dem Konfliktverhalten der jeweiligen Bestrebung auseinandersetzen?

00:15:03: Was denkst du?

00:15:05: Ich glaube Wir können das durchaus jetzt schon gleich mit ansprechen, weil in den Stärken und Schwächen ist das relativ schnell erklärt.

00:15:15: Also wenn wir uns mal der Chronologie folgen wollen wir oben im Wechsel anfangen.

00:15:20: Der Wechsel hat ja eine hohe Spontanität, eine hohen Kreativität.

00:15:25: Das ist die Welt der Künstler, der Werbeschaffenden Und mehr davon.

00:15:31: Wir brauchen einen gesunden Schuss im Wechsel an vielen Stellen in den Unternehmen, aber dann darf ich mir auch klarmachen dass so ein Wechsler wenn der zum Beispiel seinen Heimathaffen in Wechselnähe hat also eine hohe Personenorientierung dazu hat das der Zweifel vielleicht auch dazu neigt zu sagen auch immer die Näheranteile So wichtig ist mir das nicht.

00:15:54: Ich spreche es jetzt nicht an oder wenn der sich richtig ärgert, dass er dann einfach wie ein Vulkan ausbricht.

00:16:00: und dann kommt vielleicht noch zwei drei mal Kommt da noch einen Lava-Ausstoß?

00:16:04: Und dann ebt das Ganze wieder ab und drei Stunden später man denjenigen an vielleicht fragt und sagt na bist du jetzt wieder fein?

00:16:11: Dann kriegt man großen Blick wie so war.

00:16:13: was, ne Dass derjenige das schon oder diejenige, das schon wieder vergessen hat.

00:16:18: Von daher haben wir im Konfliktverhalten.

00:16:21: Bei Wechsel und Nähe haben wir gerne den Vulkanausbruch, der dann aber nicht lange dauert.

00:16:27: Und das sind meistens auch Menschen die nicht besonders nachtragend sind.

00:16:30: Sondern die vergessen das... Die platzen einmal und dann ist es gut!

00:16:33: Dann ebt es noch ein bisschen nach und dann is' es auch gut.

00:16:38: Es kann natürlich auch mal sein dass so jemand in die beleidigte Leberwurst geht um es mal sehr lob auszudrücken, dann rutscht das Ganze schon so ein bisschen weiter runter in Nähe Dauer.

00:16:46: Das kann da durchaus passieren.

00:16:49: Es kann auch passieren wenn sie nicht reflektiert sind und das ist eben der große Punkt.

00:16:53: Wenn ich in meinem Heimathafen reflektirt bin, wenn ich weiß im Handlungsfeld, wann ich wiewo wirke, kann ich mein Konfliktverhalten logischerweise auch steuern?

00:17:04: So!

00:17:05: Wenn ich das nicht weiss, dann kann es mir in nähe dauer passieren beispielsweise dass sich um Konflikte drumrum eier dass Themen nicht benannt werden.

00:17:13: Kennt man aus vielen Familien, wenn große Familienfeiern anstehen und zu sagen, wenn Tante Erna kommt dann nicht über das Thema reden?

00:17:21: Und bei Hubertus nicht über dieses Thema reden und man eiert dann so rum in der Hoffnung, wenn man nicht darüber redet ist das Problem auch nicht da was natürlich quatsch ist weil das Problem bleibt ja trotzdem dann auch da.

00:17:33: Was

00:17:33: sind denn die elefantenartigen Strukturen unter dem Teppich?

00:17:37: Ja, oder die berühmten rosernen Elefanten, die dann den Herdenweiser überall rumstehen in den Räumen und nicht benannt werden dürfen.

00:17:43: Und je weiter wir umgehen jetzt im Urzeigersinn in Richtung Dauer kann es eben sein dass Menschen mit hohen Dauertendenzen im Konfliktverhalten sehr behalig werden wenn sie nicht reflektiert sind.

00:17:54: Sie wollen oder müssen dann Recht haben.

00:17:56: das kann durchaus sehr anstrengend werden weil sie dann im Zweifel auch Stur reagieren und jeder der sich schon mal an einem sturen menschen abgearbeitet hat weiß, dass das nicht von besonders viel Erfolg gekrönt ist sich mit jemandem in so einer Gemütsverfassung auseinandersetzen zu wollen.

00:18:14: Und wenn wir dann noch weitergehen in der Uhr also vom Wechsel zur Distanz, kann es durchaus sein, dass jemand mit solchen Qualitäten, wenn er nicht reflektiert ist einfach sehr kalt und sehr barsch, abweisend, aggressiv im Zweifel oder auch rivalisierend reagieren kann.

00:18:31: Und jemanden damit absolut abfackelt und dann im Regen stehen lässt wie man so schön sagt.

00:18:38: Aber noch mal das passiert wirklich nur wenn ich mir darüber nicht bewusst bin.

00:18:43: Wenn ich das weiß, wenn ich spüre dass ich verärgert bin, wenn sich wütend werde, wenn merke gerade in Bewegung... Mein Eisberg fängt an, stürmisch zu werden.

00:18:58: Da ist eine Kohlensäurepatrone gezündet worden und es gibt so einen kleinen Minizunami in mir und ich kann das steuern bin ich natürlich gut beraten.

00:19:08: Na ja mein Hinweis oder meinen Wunsch ist immer dass Menschen relativ schnell hinter sich aufräumen.

00:19:15: Das macht man nicht immer.

00:19:16: also gerade solche Dinge anzusprechen weil man manchmal gerne großzügiger sein möchte als man in Wirklichkeit

00:19:22: ist.

00:19:23: Das wären wir alle gerne.

00:19:25: Aber wenn wir uns dessen bewusst sind, dass uns das vielleicht als Menschheit von mir eint, dann wird es leichter schnell hinter sich aufzuräumen und dann ist der Berg den man beseitigen muss an Emotionen, Missverständnissen sonstigen deutlich kleiner.

00:19:40: Genau!

00:19:41: Und was beim Riemannkreuz in der heutigen Zeit auch noch eine große Rolle spielt, ist der Umgang mit Transformation.

00:19:47: Also wenn wir uns angucken, dass die ganze Welt zurzeit gerade so in Bewegung ist wie sie das letzte Mal in dieser Fülle vor hunderthundertzwanzig Jahren in Bewegungen war, dann ist es nicht verwunderlich, dass manche Menschen unabhängig jetzt von der Generation sich vielleicht auch fragen, Hilfe wo bin ich denn hier jetzt gerade gelandet?

00:20:05: und dann Menschen beispielsweise in den unterschiedlichen Quadranten auch ganz unterschiedlich reagieren können darauf, wie Transformationen auf sie wirken.

00:20:20: mit hohen Nähe an Teilen wird immer als allererstes Angst davor haben, dass Beziehungen verloren gehen.

00:20:27: Also nehmen wir jetzt einfach mal eine Fusion von zwei Organisationen so.

00:20:33: dann ist ja immer sofort die Frage verliere ich jetzt meinen Arbeitsplatz mit meinen Kollegen?

00:20:40: muss ich irgendwie umziehen.

00:20:41: Was passiert hier jetzt eigentlich gerade mit mir?

00:20:43: Und dann kann es passieren, dass solche Menschen den Kopf in den Sand stecken, in den Berühmten und einfach nicht wahrhaben wollen was gerade um sie herum passiert frei nach dem Motto Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

00:20:55: so und Menschen mit hohen Daueranteilen beispielsweise die mit vor Veränderungssituationen stehen egal was ist.

00:21:01: auch Sein Mark können durchaus im Schreck und im Schock zur Salzsäule erst starten.

00:21:07: Und bewegen sich nicht mehr, das kann man manchmal im Verhalten richtig körperlich sehen dass die ganz steif werden und gar nicht mehr so richtig wissen wie sie sich dann jetzt eigentlich in dieser Situation bewegen können.

00:21:19: und der Distanzler beispielsweise wird immer sofort danach schauen ob seine Kompetenzen nicht beschnitten werden wenn es um Veränderungen gehen und solange er sich in seinen Kompetenten weiter tummeln darf.

00:21:32: Wird ja ruhig bleiben, aber wehe dem das nicht.

00:21:35: Dann bekommen wir mit dem Distanzler durchaus auch Auseinandersetzungen zu spüren und beim Wechselmenschen ist es letzten Endes so dass der dann mal als allererstes guckt macht das jetzt noch Spaß?

00:21:47: So und habe ich noch die Freiräume die ich früher hatte.

00:21:50: Und wenn ich den nicht habe kann es durchaus sein dass sich Wenn man so schön norddeutsch sagt maulich werde und dann werde Ich auch nörgelig und bin auch zu spüren an diesen Stellen.

00:22:02: Und die positive Intervention dazu, die brauchen wir natürlich auch.

00:22:06: Das heißt also ich als Führungskraft darf dann schon durchaus auf diese Menschen auch zugehen und eben ganz gezielt dafür sorgen dass sich einem Nähemenschen beispielsweise die Möglichkeit gäbe.

00:22:19: das ist nur häufig schwer weil die Zeit oft dafür nicht eingeräumt wird, aber der braucht eben einfach Kontakt und nochmal Kontakt.

00:22:29: Das braucht Zeit!

00:22:30: Gerade in einer Transformation wird es oft so dargestellt dass das geschnell gehen muss.

00:22:36: Warum auch immer?

00:22:37: Aber als Führungskraft ist es wichtig, diese Sicherheit durch Kontakt und eine Bestätigung der Person durchaus zu geben.

00:22:44: Und die Dauer braucht beispielsweise Informationen um Sicherheit in einer Methodik zu bekommen und zu sagen hier läuft der Hase.

00:22:52: so funktioniert das also und auch das braucht Zeit und die Distanz braucht Ziele mit denen sie sich wieder identifizieren kann, sonst bringt sie sich mit ihrer Leistungsorientierung nicht ein und der Wechsel braucht auch ein bisschen Abwechslung.

00:23:07: Also wenn ich einen Wechselmenschen plötzlich in Routineaufgaben stecke muss ich mich nie wundern, wenn er plötzlich unglücklich wird.

00:23:14: Und so kann ich als Führungskraft sehr gezielt Interventionen über das Riemannkreuz und dann haben wir vielleicht auch den Bogen geschlossen, warum das eben keine Komode mit Schubladen ist.

00:23:26: Sondern warum das ein schönes Modell ist zu verstehen dass andere einfach anders sind um bei als Fährungskraff mit diesen Intervention schlussendlich dann auch Menschen zu motivieren und zu begeistern sich Dingen zu stellen Themen auch zu wachsen, die durchaus eine Herausforderung darstellen können im ersten Ansatz.

00:23:55: Dein Sohn hat ja auch zum Thema Generationen und Führungskräfte nochmal

00:24:01: geforscht.

00:24:03: Auch mal zu gucken, ob da eine bestimmte Bestrebung im Riemann-Thommern-Modell vielleicht auch zu bestimmten Generationen eher stimmig ist oder es eine statistische Häufung gibt?

00:24:15: Vielleicht in ein oder anderen auch noch interessieren, vielleicht Generationenführung mal aus dem Blick für Geld zu

00:24:21: betrachten.

00:24:21: Das können wir gerne in einer gesonderten Folge machen und dann laden wir ihn ein.

00:24:25: Dann darf er mal berichten!

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